Um dem Alltagsstress Anfang Dezember zu entfliehen, begaben wir uns nach Münster um dort das Geburtstags-Konzert von Marteria zu besuchen.
Nach einem tollen Abend mit hervorragender Stimmung, beschlossen wir am nächsten Morgen einen kleinen Umweg über Dortmund zu machen, um den lange geplanten Besuch bei Big Boost Burger in die Tat umzusetzen.
Wir hofften sehr, dass sich der Ansturm, den es kurz nach der Eröffnung gab inzwischen gelegt hatte und fuhren in freudiger Erwartung in die Klönnestraße 94.
Gespannt und mit leeren Mägen bogen wir zur Mittagszeit auf den Hof und stellten schnell fest, dass es zu dieser Zeit angenehm leer ist und sich keine langen Warteschlangen gebildet haben.
Von außen wirkt das schwarze Gebäude ein wenig unscheinbar, lediglich die an der Fassade angebrachten Embleme verraten, das es etwas mit Motorsport zu tun haben muss.
Beim Eintreten durch die großen Glastüren lässt sich ein breites Grinsen wohl kaum vermeiden, denn sofort fallen die getunten Fahrzeuge ins Auge, die man aus den JP Performance Videos kennt. 
Leider war die Auswahl ein wenig ausgedünnt, denn zeitgleich zu unserem Besuch fand die Essen-MotorShow statt, wo ein großer Teil der Fahrzeuge ausgestellt war.
Der Innenraum

Im hinteren Teil des Gebäudes befindet sich ein kleiner Shop, in dem Merchandise-Artikel im JP Performance-Design angeboten werden. Sowohl an den Artikeln, als auch am ganzen Ambiente der Lokalität bemerkt man sofort, dass hier mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde. Als Umkleidekabine dient ein alter Fahrstuhl, der sich schon zuvor im Gebäude befunden hat.
Auf der rechten Seite des Raumes kann man durch eine Glaswand einen Blick auf den Prüfstand werfen, auf dem die Leistung der hochgezüchteten Sportwagen ermittelt wird. Geht man weiter, stößt man auf einen Billardtisch, der besonders durch seine ausgefallene Beleuchtung besticht. Als Lampe dient ein an der Decke befestigtes Vorderteil eines alten Golf II. 
Ein alte (funktionierende!) Bodenwaage unterstreicht die Raumgestaltung ebenso wie die vielen Bilder und Zeichnungen von Sportwagen an den Wänden.
Die Liebe zum Detail wird noch einmal besonders deutlich, wenn man weiter zu den Tischen geht und die Deckenverkleidung aus Motorhauben erblickt oder die an der Wand befestigte Porsche-Rohkarosse.

Doch kommen wir nun zum wichtigen Teil: Den Burgern!



Wir stellten uns also in die Warteschlange und warfen einen Blick auf die Speisekarte. Die Auswahl ist klein, doch so kann die Qualität der wenigen Speisen auf hohem Niveau gehalten werden. Gut möglich, dass in Zukunft noch weitere Produkte hinzukommen.
Nach nur zwei Minuten waren wir an der Reihe und wählten alle das für heute auf dem großen Bildschirm beworbene Menü, bestehend aus Burger, Softgetränk und Pommes. Die Bestellung wurde schnell zubereitet, hier kam es kaum zu Wartezeiten. 
Simpel aber lecker
Die Optik des Menüs ist simpel, erfüllte jedoch ihren Zweck voll und ganz. Das Brötchen mit BBB-Abzeichen ist fluffig und lecker, die Beilagen frisch. Das saftige Patty aus australischem Rindernacken ist hervorragend medium gegrillt und schmeckt fantastisch! Die Pommes sind knackig und nicht labbrig, geschmacklich ebenfalls sehr gut!

Abschließend lässt sich Big Boost Burger absolut weiterempfehlen. Wer in Dortmund Lust auf einen leckeren Burger hat, kommt derzeit um dieses Lokal nicht herum. Die Wartezeit zur Mittagszeit ist angenehm kurz, die Preis/Leistung stimmt. Sowohl das Drumherum als auch die Speisen sind stimmig und ergeben ein tolles Gesamtkonzept.

Wenn wir das nächste Mal in der Nähe sind, wird ein weiterer Besuch folgen.

Eure Burger Traveller

Der Freitag begann wie immer mit komischem Brot. Wir freuen uns schon auf das gewohnte Brot zuhause :D
Wir starteten am 30. September nach Helgafellsveit, vorbei an unserer neuen Unterkunft mit dem Ziel, Snæfellsjökull zu umrunden. Abgekürzt haben wir über Borðeyri und die 59, eine wunderbare Schotterstraße. Teilweise durften wir, aufgrund von Baustellen, nur 40km/h fahren. Zeitlich immer noch besser als erstmal weiter gen Süden zu fahren.
Viele Menschen mit großen Kameraausrüstungen
Wir pausierten in Grundarfjörður in einem kleinen Café. Aßen und tranken etwas und fuhren nur ein paar hundert Meter weiter, bevor wir schon wieder einen Stopp zum Anhalten sahen. Wir fanden einen sagenumwobenen Wasserfall, wo erstaunlicherweise sehr viele Menschen waren, Kirkjufellsfoss.

Hier hatten wir übrigens die Ringstraße schon relativ lange verlassen und fuhren seitdem auf der 59 und 54 Richtung Ólafsvík wo auch der nächste Stopp und die 574 auf uns warteten. Immer Richtung Westen.

Leider war heute alles sehr nebelverhangen. Die Sicht wäre bestimmt sehr schön gewesen. Das Meer konnte man trotz der Nähe nicht sehen und selbst als wir auf den Saxhóll kletterten, blieb uns auch hier die weite Sicht verwehrt. Das ist übrigens ein nicht mehr aktiver Vulkan. Über Stufen an der Seite gelangt man auf seine Spitze. Obwohl er nicht sonderlich hoch war, pumpten wir doch etwas, als wir endlich oben waren.

Später entdeckten wir noch einen Krater, wo man mit dem Auto reinfahren konnte. Nicht besonders spektakulär aber doch ganz interessant. Hólahólar Crater.

Viel zu spät bemerkten wir allerdings, dass es in der Nähe noch eine Höhle gibt. Mit Führungen konnte man da sogar reinklettern. Uns blieb nichts anderes übrig als sie uns von außen anzuschauen.
Ein Ziel für den nächsten Island Urlaub: Besichtigung der Vatnshellir Cave!
Vatnshellir Cave
Wir fuhren ein Stück Hochlandstraße. Die F570 einmal am Snæfellsjökull dran vorbei. Schon ein kleines Erlebnis aufgrund der Beschaffenheit der sogenannten "Straße". Allerdings fuhren wir nicht sonderlich weit. Es war doch sehr holprig. Schlaglöcher waren nichts dagegen :D
Also kamen wir nicht dichter an den Snæfellsjökull dran. Dafür aber fanden wir die Singing Cave. Mehrere kleine Höhlen und Felsvorsprünge die durch den Wind Musik machten. Ziemlich beeindruckend. Es lohnte sich ein wenig stehen zu bleiben und dem Naturschauspiel zuzuhören.
Hochlandstraße zum Snæfellsjökull
Zurück auf unserem eigentlichen Weg zur Unterkunft suchten wir noch die ein oder andere schöne Location. Es gab ein paar ausgeschilderte Seal Whatching Points! Was ein Glück für uns. Diesmal wurden wir auch belohnt. Es lagen diesmal wirklich Seehunde auf großen Steinen im Meer und einer planschte sogar im Wasser. Das Wetter war auch deutlich besser als bei dem Versuch in Hvammstangi. Ein sehr schönes Erlebnis!

Das Teleobjektiv fehlt noch in der Ausrüstung

Auf dem Weg zur Unterkunft fuhren wir wieder auf die 54 und dann die 56 Richtung Norden. Es war Zeit zum Einkaufen in Stykkishólmur.
Zuerst zum Hafen und dann zur Kirche. Die Stykkishólmskirkja. Sie hatte eine sehr komische Form. Aber immerhin hatte dir Kirche Wlan. Dafür, dass wir gefühlt kaum Zivilisation um uns hatten gab es hier erstaunlich viele Wlan Hot Spots. Natürlich haben wir die nochmal genutzt. Schließlich sollte es kein Internet in unserer süßen Gartenhütte geben. Also schnell Spotify mit Musik befüllt und den Liebsten zu Hause Bescheid gesagt. "Wir leben. Wir reden noch mit einander. Uns geht es gut."

Unsere kleine beschauliche Gartenhütte erwies sich als Highspeed Internet Höhle. Klein aber fein mit einer verdammt guten Internetanbindung, dafür, dass es überhaupt kein Internet geben sollte. Morgen bricht der letzte volle Tag hier in Island für uns an.


Bis bald,
eure Burger Traveller
Langsam brachen für uns die letzten Tage an. Leider war schon der 29.September! Nur noch 3 Tage bis der Flieger nach Hause geht.
Heute wollten wir die Gegend erkunden, einen groben Plan hatten wir, mehr aber auch nicht.
Trist und grau
Wir fuhren zurück auf die Ringstraße und schließlich auf die staubigste Straße die wir finden konnten. Kann man mal machen, sonderlich spannend war es wohl für niemanden. Der Weg war eine reine Schotterpiste und wirklich schnell fahren ging bei den Verhältnissen nicht. Also schauten wir gemütlich aus den Fenstern und fuhren immer weiter an der Küste gen Norden.
Irgendwann schauten wir mal auf die Karte. Es gab hier rein gar nichts. Wir befanden uns irgendwo hier! Wir fanden eine Straße über die wir hätten fahren können, ohne die gesamte Halbinsel umrunden zu müssen. Dachten wir zumindest...
Befestigte Straßen außerhalb der Ringstraße? Nein!
Plötzlich standen wir vor einer F-Straße. Das ist die Bezeichnung für die Hochlandstraßen in Island. Wir fuhren sie ein kurzes Stück bis das erste Hindernis kam. Ein flacher, ziemlich breiter Fluss schlängelte sich über die Straße.
Nach kurzer Diskussion entschieden wir uns umzudrehen und die gesamte Strecke lieber wieder zurück zu fahren. Handynetz gab es hier übrigens nicht. Es gab generell nichts in der Region. Ein paar einsame Häuser sind uns begegnet.
Fluss durch Straße
Uns fiel auf dem Rückweg an der Küste auf, dass sehr viel weißes Treibholz an den Stränden lag. Was laut Google Treibholz aus Sibirien sein sollte. Scheinbar sehr nützlich für die Wikinger damals.

Wir fuhren nach Hvammstangi zurück und weiter Richtung Norden. Hier sollten einige Seal Whatching Points sein. Blöd nur, dass es geschüttet und gestürmt hat wie sonst was. Wir packten uns dick ein und gingen auf das Meer zu. Keine Robbe, keine Vögel. Nichts außer Wind und Regen. Ein richtiges Schmuddelwedda... Bäh!
Schmuddelwedda...Bäh!
Es wollte nicht besser werden
Leicht geknickt ging es zur Unterkunft zurück. Raus aus den nassen Sachen, rein in die Jogginghose. Zumindest für die, die noch eine Jogginghose hatten. Irgendwie war der Tag nicht sehr erfolgreich.
Unser persönliches Stück Dreck 
Wir entdeckten ein paar Spiele. Yeah! Wir testeten das Spiel "Jungle Speed" und fanden es auf Anhieb richtig gut. Ist neuerdings Bestandteil von unseren Spieleabenden in Deutschland. Ein paar Kratzer und blaue Flecke später, aßen wir die Reste von unserem Chilli con Carne. Diesmal hatten wir uns sogar dafür entschieden mit Fleisch zu kochen. Schließlich war das Essen auch für zwei Abende.
Das Chilli war etwas eigenartig aber wie schon erwähnt, durchaus essbar.
Unser Reiseziel für den nächsten Tag war Helgafellsveit - eine kleine beschauliche Gartenhütte. So sieht es zumindest auf den Fotos aus.

Eure Burger Traveller
Miiiiittwoooooch der 28. September war kaaaaalt und naaaaass und dann sonnig....

Heute gab es eine Art Toastverschnitt zum Frühstück. Hmm naja konnte man halt essen. Wir mussten heute etwas früher raus da wir noch ein ganzen Stück nach Húsavík zurück mussten. Fahrzeit ungefähr eine Stunde.
Wir wollten uns endlich die Wale anschauen und uns den kalten Wind um die Nase wehen lassen. Das ging auch schon ganz gut ohne auf dem Meer zu sein. Es war doch eher kalt und nass von oben.
Als wir angekommen sind machten wir erstmal eine kleine süße Erkundungstour mit dem Auto. Dabei kam auch die Sonne raus. Jetzt war es immerhin sonnig und kalt!
Nicht unser Boot, aber eines der schönsten im Hafen von Husavík
Da der Ort nicht sonderlich groß war ging unsere Tour relativ schnell, also parkten wir am Hafen und gingen zu Fuß weiter. Wir hatten noch etwas Zeit und schauten schonmal wo wir hin mussten, begleitet von ein paar Möwen.

Als es so weit war durften wir wieder so schöne dicke Anzüge anziehen und sahen diesmal alle aus wie der Weihnachtsmann nur ohne Rauschebart :D Aber uns wurde immerhin nicht kalt.
Diesmal behielten wir sogar die dicken Jacken noch drunter an. Ein Bild für die Götter...
Ein paar Tipps vorweg, bevor es los geht!
Die wunderbar kuscheligen Anzüge
Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr seetauglich seid, nehmt auf jeden Fall eine Tablette gegen Reiseübelkeit mit oder sogar vorher ein. Die eine oder andere von uns hat die Tour nicht so richtig gut überstanden. Zimtschnecken und Kakao sind später wegen Seekrankheit ausgefallen ;)
Tipp Nr. 2 wenn ihr Whale Watching machen wollt solltet ihr euch rechtzeitig Gedanken machen wo und mit wem. Auch in der Nebensaison kann es sein, dass alle Fahrten ausgebucht sind. Wir haben uns für North Sailing entschieden! Was wir auch nicht bereut haben.

Es ging also aufs Schiff, die Anzüge anziehen und schon schipperten wir aus dem Hafen raus aufs Meer hinaus. Wir lauschten der Crew, die ein paar Tipps und Sicherheitshinweise kundt taten und uns das weitere Vorgehen erläuterten.
Tatsächlich sahen wir nach einiger Zeit des Hinausfahrens in der Bucht einen Wal. Ein Buckelwal wie uns erzählt wurde. Ein verdammt gewaltiges Tier! Verdammt beeindruckend.
Zumindest für die, denen es gut ging :D
Der Wal tauchte immer wieder auf und dann für mehrere Minuten ab. Es war ein tolles Naturschauspiel.
Solltet ihr nicht verpassen wenn ihr Island besucht.
Ein einziges Tier hielt sich an dem Tag tatsächlich in der Bucht auf
Um das Tier nicht zu verschrecken, fuhren wir nicht so nah heran
Leicht durch gefroren und seekrank gingen wir zurück zum Auto und fuhren wieder Richtung Akureyri. Wir haben eine Kinderkarte zum Ausmalen an einer Tankstelle gefunden, die das sogenannte "Christmas House" zeigte. Da wollten wir unbedingt noch halten bevor wir nach Hvammstangi zur Unterkunft fuhren. Was ein Spaß!
Da das keine Karte zum Navigieren war und wir auch keine Adresse hatten fuhren wir etwas durch die Gegend, wurden aber sehr schnell fündig. Für alle die nicht lange suchen wollen, hier einmal der Link.

Auf zwei Etagen lauter kitschige Weihnachtsdeko verteilt. Alles was das Herz begehrt!!!
Von glitzernden Dingen...
... bishin zum Lebkuchenzug
Die Einzigen, die das wohl noch kitschiger hinbekommen hätten wären bestimmt die Amis gewesen :D Der Besuch war sehr außergewöhnlich aber echt sehenswert.

Auf der Fahrt in die nächste Unterkunft ließ die Sonne sich tatsächlich noch blicken. Als Beweis haben wir ein paar Bilder hinzugefügt. War ja doch eher selten. Das Wetter ändert sich binnen Minuten um 180 Grad. Das ist unglaublich wenn man es nicht kennt. Wie schnell das einfach gehen kann. Immer auf jede Wetterlage vorbereitet sein!
Nach dem Start aus Husavík lächelte direkt die Sonne
Sonne pur genießen
In Hvammstangi angekommen, kauften wir erstmal ein. Wir waren uns einig: Wir wollen mal wieder etwas Fleisch in unserem Essen haben! Chili con Carne.
Es war nicht ganz so gut wie das, was wir in Deutschland kochen :D Aber es war essbar. Wir haben so viel gekocht, dass es gleich für zwei Tage gereicht hat.

So als kurze Anekdote hinter her:
Beim unserem Einkauf trafen wir eine Mama mit ihrem Kind. Die beiden standen an der Kasse vor uns und wollten bezahlen. Die Mama bezahlt zwar, ließ aber ihre Tochter den Beleg für ihre Kreditkarte unterschreiben :D Großes Vertrauen der Isländer und undenkbar in Deutschland.

Eure Burger Traveller
Am Dienstag den 27.September starteten wir mit richtig leckerem, selbstgebackenem Brot. Leider mussten wir uns nun von unserem neuen und treuen Freund, dem Hund, verabschieden. Da wir nicht wissen wie er hieß, tauften wir ihn Paul.
Der Dreck steigt
Rein ins Auto und hoch in Richtung Egilsstaðir auf der Suche nach Dettifoss. Bis dahin mussten wir aber erstmal ein Stück fahren. Wir fuhren durch eine Landschaft, die etwas an Bilder vom Mond erinnerte. Grau- und Brauntöne. Felsen und Steine. Ein paar Pflanzen die aussahen wie Heidekraut.
Nun aber, als wir die Ringstraße 1 verließen und der 864 zu Dettifoss einschlugen, kam die Überraschung. Ja, wir haben viel über die Straßenverhältnisse gelesen und ja, wir haben uns irgendwie darauf vorbereitet.
Da kam das wohl durchlöcherteste Stück "Straße", was wir je erlebt hatten :D Am Vortag fuhren wir auch gemütlich über eine Schotterpiste, einfach weil wir etwas Angst ums Auto hatten! Aber das war kein Vergleich.

Grundsätzlich nicht schneller als 30km/h. Versucht den großen Schlaglöchern auszuweichen. Langsam an entgegenkommenden Fahrzeugen vorbei geschlichen, schließlich wollte keiner einen Steinschlag riskieren. Insgesamt 31 Kilometer Strecke bis zum Parkplatz für den Dettifoss. Ob der Weg über die 862 besser gewesen ist, haben wir nicht herausgefunden.
Wir mussten also den gleichen Weg wieder zurück fahren. Spannend! Aber irgendwie auch witzig.

Zum Wasserfall gibt es nicht allzu viel zu sagen:
Er ist groß. Es fließt Wasser an ihm herunter. Die Landschaft drumherum ist sehr beeindruckend.
Möglich ist es hier, ein wenig über Stock und Stein zu wandern um sich noch Selfoss noch anzuschauen. Wir haben es nicht gemacht. Ob es sich also lohnt, können wir also nicht sagen. Aber Hey, Wasserfälle gibt es in Island ja genug!



Irgendwie waren wir doch ziemlich erleichtert als wir wieder eine asphaltierte Straße erreichten und es dann ganz normal weiter ging. Die "Straße" vorher ließ sich super fahren, keine Frage. Es dauerte eben nur etwas länger und brauchte etwas mehr Konzentration. Ein bisschen wie Mario Kart beim Ausweichen vor den Bananen.

Durch eine Recherche am Vorabend haben wir noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt bei Krafla, dem Vulkan. Ein kleiner Abstecher rechts von der Straße auf eine kleine Nebenstraße, vorbei an einer Hot Spring Shower. Die haben wir aber nicht getestet, war uns doch zu kalt.
Als wir die Straße entlang fuhren, dampfte es links und rechts überall aus dem Boden. Überall verliefen Rohre, die zum Krafla Power Plant führten. Das war wohl eins von den berühmten Geothermiekraftwerken von denen man in Island ja des Öfteren hört.
Der Abstecher auf den Berg zum Krafla hat sich sehr gelohnt. Man kann direkt bis zum Vulkan fahren und ihn sogar hochgehen. Ziemlich anstrengend! Aber die Aussicht lohnt sich.
Der Vulkansee auf dem Krafla hatte wieder so eine ganz besondere Farbe - ein Blauton wie die Geysire, die wir direkt zu Anfang gesehen haben. Mega!



Hier begleitete uns überall der Schwefelgeruch. Teilweise schon sehr unangenehm. Auch an unserem nächsten Stopp, Hverir, wurde es eher schlimmer als besser. Überall stieg Dampf und Schwefelgeruch in die Luft. Klar, waren ja auch alles Schwefelfelder.
Wir trafen einen deutschen Lkw Fahrer, der aus der anderen Richtung kam und uns von zugeschneiten Straßen und viel Schnee berichtete. Es graute uns kurz davor, aber seine Aussage konnten wir zum Glück nicht bestätigen ;) Kein Schnee, dafür freie Straßen!
Nur die Bergspitzen waren in den nächsten Tagen weiß.
Aber zurück zu den Schwefelfeldern. Beeindruckend ist es allemal und ein kurzer Halt lohnt sich hier auf jeden Fall. Wenn man den Geruch nicht mag, sollte man vielleicht eher im Auto sitzen bleiben. Ansonsten, aussteigen und umschauen.



Unser Highlight des Tages: Myvatn Nature Bath
Keine fünf Minuten Fahrt von den Schwefelfeldern aus erreichten wir das lang ersehnten Myvatn Nature Bath. WOW! Ein Traum in dem Wasser zu baden.
Der Weg von den Umkleiden bis zum Wasser war dann doch etwas frisch. Aber im Wasser angekommen, war es super angenehm. Allerdings wechselte die Temperatur natürlich auch immer mal wieder. Es wurde nie kalt aber ab und an kam mal etwas kühleres Wasser.



Ein super tolles Erlebnis. Wir haben uns für Myvatn entschieden, weil wir leider sehr oft gelesen haben, dass die Blaue Lagune in der Nähe von Reykjavík sehr überlaufen sein soll.
Fazit: Es war eindeutig die richtige Entscheidung. Natürlich ist es kein günstiges Vergnügen. Wir haben umgerechnet knapp 20€ als Student und 25€ als Erwachsener bezahlt. Aber wie gesagt, es hat sich echt gelohnt. Ein einzigartiges Erlebnis. Jederzeit wieder!

Nach der Entspannungspause duschten wir und zogen uns an. Weiter ging es Richtung Akureyri wo die geilste Unterkunft des Urlaubs auf uns wartete.
Auf dem Weg dahin hielten wir noch bei Hverfjall, eine Empfehlung des Lkw Fahrers aus Deutschland. Allerdings waren wir zu faul auf den Vulkan hoch zu klettern. War dann doch etwas weit.

Wir drehten um und fuhren weiter zum nächsten Wasserfall, Goðafoss.
Auf jeden Fall ein verdammt mächtiger Wasserfall. Es gab wie fast immer keine Absperrungen und man konnte quasi in den Wasserfall fassen. Einer unserer Favoriten was die Wasserfälle betrifft!
Der Wasserfall Goðafoss
Das Wetter war herlich
Und endlich ließ die Sonne sich mal wieder blicken

Nun hieß es einkaufen und die Unterkunft beziehen. Die Unterkunft brachte uns ins Stauen. Sie lag in der Bucht gegenüber von Akureyri mit einem Blick direkt auf die Stadt. Der Ausblick war den, doch eher hohen, Preis definitiv wert.
Nach dem wir Pfannkuchen gemacht haben, versuchten wir noch etwas die Nordlichter zu fotografieren. Leider waren sie nur ganz seicht und die Lichter der gegenüberliegenden Stadt erhellten den Nachthimmel zu sehr.
In der Unterkunft wären wir gerne noch etwas länger geblieben. Aber am nächsten Tag ging es für uns ein Stück auf der Route zurück nach Húsavík.

Eure Burger Traveller
Weiter geht es auf unserer Reise durch Island am Montag, den 26. September '16 von Höfn bis nach Egilsstaðir. Aber lest doch selber :)

Manchmal gibt es ja so Dinge, die sollen nicht sein ;) Diesmal war es nicht das Wetter, sondern das Frühstück. Abends noch dafür eingekauft und es eigens im Kühlschrank der Unterkunft verstaut...
Am Montagmorgen gab es dann gefrorenen Schinken und gefrorenen Skyr. Sehr deliziös :D Den Skyr haben wir als Mittagssnack bei purem Sonnenschein ohne Jacke genossen, dazu aber später mehr.
Wir sollten anfangen Produktfotos zu schießen
Wie immer fuhren wir zurück zur Ringstraße und hielten unterwegs an einer Pferdekoppel. Bisher hatten wir die typischen Island Pferde immer nur von weiter weg und aus dem Auto gesehen. Kurz hofften wir, dass wir sie vielleicht sogar streicheln können. Nö! Also weiter Richtung Norden fahren, auch ohne Pferde gestreichelt zu haben...
Noch ist er einigermaßen sauber ;)
Island Pferde
Die Strecke für den heutigen Tag war wunderbar, sie ließ sich super fahren und die Aussicht war herrlich. Der Großteil der Strecke verlief direkt am Meer entlang. Die Sonne schien, und auf einer ebenen Fläche fuhren wir an einer kleinen Gruppe Rentiere vorbei. Den Weihnachtsmann haben wir aber leider nicht gesichtet.

Anschließend fanden wir ein hübsches Stück Strand, an dem wir uns etwas austobten. Wir können ja schließlich nicht nur den ganzen Tag sitzen. Wir kletterten, spielten mit den Füßen im Sand (natürlich mit Schuhen!), kraxelten zwischen den Steinen umher und machten jede Menge Fotos. Eine von uns hat leider etwas nasse Füße bekommen, als das Wasser vom Meer über die Steine schwappte und sie traf.
Nun kam die wohl schönste Mittagspause des ganzen Urlaubs. Die Aussicht: der Wahnsinn. Das Wetter: der Wahnsinn. Alles der Wahnsinn. Blauer Himmel, strahlende Sonne, warme Luft und das alles Ende September!
Hier aßen wir endlich unseren zu sehr gekühlten und immer noch ziemlich gefrorenen Skyr. Bei den milden Temperaturen und dem genialen Sonnenschein, konnten wir sogar die Jacken im Auto lassen. Zum ersten Mal in diesem Urlaub, aber wohl auch zum letzten Mal.
Die Aussicht bei der Mittagspause war der Wahnsinn
Super Wetter :)
Tiefgefroren, yammie!
Nach unserer kleinen Mittagspause fuhren wir entlang unserer Route in eine Bucht und entdeckten durch Zufall einen Wasserfall, der wunderbar aussah. Wir fuhren zu Sveinsstekksfoss hoch, mussten einmal wenden da wir zu weit gefahren waren und parkten dann. Hier konnten wir etwas rumklettern und frische Luft schnuppern. Allerdings mussten wir auch ziemlich vorsichtig sein. Schien doch gefährlich zu sein.
Als wir wieder zur Hauptstraße fuhren und der Bucht weiter folgten, schien es so, als würden sich in der Bucht drei Wale tummeln. Fehlanzeige! Es waren Steine an denen sich die Wellen brachen. Die guten Touris wieder...
Die berühmten Steinwale
Später am Tag, als wir in Egilsstaðir ankamen, tankten wir und kauften für das Abendbrot ein. Bis jetzt mussten wir noch nicht groß selber kochen, außer die Nudeln vom Vorabend. Es sollte eine leckere Zucchini-Reis-Pfanne mit Frischkäse und Mett geben. Beim Einkaufen haben wir beschlossen, dass wir die Zucchini-Reis-Pfanne ohne Fleisch machen...

600g Mett sollten umgerechnet ungefähr 12€ kosten..

Wir genossen das Wetter und die Zeit die uns noch blieb und fuhren den langen Weg um den Lagarfljót See zur Unterkunft. Vorbei an Hengifoss, über eine Schotterstraße, durch Wälder hin zur Unterkunft...
Aufstieg zum Hengifoss
Wir sind nicht hochgelaufen :D
So eine herzliche Begrüßung hatten wir den ganzen Urlaub noch nicht erlebt. Der Hund der Besitzer hat sich riesig über uns gefreut und uns direkt begleitet, als wir das angrenzende Grundstück erkundet haben. Beim Kochen in der Küche trafen wir sogar ein junges Pärchen aus Deutschland, welche dieselbe Route wie wir fuhren - nur mit dem Uhrzeigersinn. Wir tauschten ein paar Erfahrungen aus was sie und wir bis dato so erlebt hatten.

Nun das Highlight des Tages: Nordlichter!
Bei einer Partie Munchkin wurden wir vom Gastvater unterbrochen. Es war ungefähr 20.30 Uhr und die ersten Nordlichter tanzten über den Himmel. Es hieß Kamera schnappen und fotografieren!
Es war echt beeindruckend. Leider sehen die Lichter in der Kamera oft spektakulärer aus als mit bloßem Auge. Dennoch sehr atemberaubend. Laut Wetterradar haben die Nordlichter eine Stufe von 5 erreicht.
Da wir außerhalb von der Stadt und anderen großen Lichtquellen waren, war die Aurora Borealis schön zu erkennen. Wir haben jeden Abend das Radar für die Nordlichter gecheckt, uns den Himmel angeguckt und das Wetter beobachtet. Jetzt war es endlich soweit.

Verschafft euch doch selbst einen kleinen Eindruck:
Es war zu der Zeit stockfinster, lasst euch also von der Helligkeit einiger Bilder nicht in die Irre führen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit gingen wir wieder ins Haus. Durchgefroren wie wir waren ... brrrr. Wir spielten noch eine Partie Munchkin, bevor eine doch etwas unruhige Nacht begann. Das Schlafsofa quietschte leider bei jedem Umdrehen...

Eure Burger Traveller